SCRIABIN CODE
Ein musikalischer Dialog in Farben

Konzert I, 15. April 2018, 18.00 Uhr, Historischer Ratssaal Speyer

Martin Albrecht, Klarinette & Electronics
Katharina Groß, Kontrabass
Daniel Prandl, Klavier
Dirik Schilgen, Schlagzeug

Asli Kilic, Klavier
Reinhard Geller, Visuals

 

Das Eröffnungskonzert rückt den Komponisten, Pianisten und Visionär Alexander Scriabin mit dem von Martin Albrecht entwickelten Programmkonzept „SCRIABIN CODE“ in den Mittelpunkt.

Der SCRIABIN CODE steht im Konzertsaal in einem vielschichtigen Dialog mit mehreren Künstlern.

Das Ensemble greift das klassische Original auf, entschlüsselt es wie ein Prisma und verwandelt es durch die zeitgenössische Tonsprache in etwas Neues. Die Konzertregie setzt sich aus der Interaktion zwischen Livemusik und Bewegtmalerei in Echtzeit zusammen. Der musikalische Dialog wird durch Bewegtmalerei sichtbar gemacht. So verschmelzen Videoperformance und Musik zu einer Einheit, wodurch eine neu erlebbare Wahrnehmungsebene entsteht. Das Publikum sitzt im Spannungsfeld der Dialoge.

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Apparition – Henry Purcell | George Crumb | Peter Heeren

Konzert II, 22. April 2018, 18.00 Uhr, Historischer Ratssaal Speyer

Hiltrud Kuhlmann, Sopran
Kristian Nyquist, Cembalo
Christine Rahn, Klavier

 

Zwei bedeutende Komponisten begegnen sich bei diesem Konzert. Der eine, Henry Purcell, kommt aus dem London des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Der andere, George Crumb, ist ein älterer US-Amerikaner der Jetztzeit. Sie werden zusammengeführt von der Sopranistin Hiltrud Kuhlmann, die mit den beiden über die Themen Nacht und Schicksal nachdenkt. Sie führt dabei von Purcells Liedern sanft hinüber zu den »Drei frühen Liedern« und »Apparition« von George Crumb, so dass sich die zeitliche Distanz zwischen den beiden großen Komponisten unmerklich auflöst.

Einen spannenden Kontrapunkt im Programm setzt Hiltrud Kuhlmann zudem mit einer Uraufführung des Komponisten Peter Heeren, der mit „Der geheimnisvolle Nachen“ einen Text von Friedrich Nietzsche eigens für dieses Konzert vertont hat.

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Russische Klaviertrios
Alfred Schnittke | Dimitri Schostakowitsch

Konzert III, 06. Mai 2018, 18.00 Uhr, Historischer Ratssaal Speyer

Sebastian Schmidt, Violine
Gustav Rivinius, Violoncello
Guido Heinke, Klavier

Der Geiger Sebastian Schmidt, der Cellist Gustav Rivinius und der Pianist Guido Heinke sind Garanten für eine leidenschaftliche Interpretation von Alfred Schnittkes Klaviertrio, einem Klassiker der modernen Klaviertrioliteratur, das in diesem Konzert dem Publikum vorgestellt werden soll. In dem Werk verwendet Schnittke die unterschiedlichsten Musikstile der Vergangenheit und der Gegenwart, was er als polystilistische Moderne bezeichnete — vom Schubert-Ton bis hin zum späten Schostakowitsch. Zwei Klaviertrios von Dimitri Schostakowitsch werden dann auch das Konzertprogramm ergänzen: auf der einen Seite das euphorische Klaviertrio op. 8 aus dem Jahr 1923, ein packendes Beispiel postromantisierender Kammermusik und auf der anderen Seite das tief schürfende, von großer Trauer geprägte Trio op. 67 aus dem Jahr 1944.

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Different Trains
Steve Reich | Samuel Barber| George Crumb

Konzert IV, 13. Mai 2018, 18.00 Uhr Historischer Ratssaal Speyer

Sonar Quartett

Susanne Zapf, Violine
Wojciech Garbowski, Violine
Nikolaus Schlierf, Viola
Cosima Gerhardt, Violoncello

Einen Meilenstein der Neuen Musik präsentiert das Abschlusskonzert mit Steve Reichs „Different Trains“ aus dem Jahr 1988. Dort greift Reich einerseits auf die Geräusche und die Rhythmen der Züge zurück, andererseits auf die Sprache und den Sprachrhythmus interviewter Personen. Auf dem zu hörenden Tonband, zu dem ein Streichquartett spielt, sind Aufnahmen von Steve Reichs Kindermädchen Viriginia, von einem ehemaligen Pullmann-Schaffner und die Stimmen von drei Kindern, die den Holocaust überlebten und nach Amerika gekommen waren, zu hören. Schließlich verwendete Reich auch Eisenbahngeräusche aus den 30er und 40er Jahren. So entstand ein Werk, das wie kaum ein anderes Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts in Musik einbindet.

Samuel Barbers berühmtes Adagio für Streicher sowie George Crumbs bekanntestes Streichquartett „Black Angels“ werden die weiteren Programmpunkte des außergewöhnlichen Konzertabends sein.

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(Fotonachweise: Scriabin Code / Schilgen, Kuhlmann / von Loeper, Nyquist / Grünschloss / Rahn, Hudak / Schmidt, Ziegler / Heinke, privat / Rivinius, Laffitau / Sonar Quartett, Bialoglowicz)